- BRÜCKENTAGE -

Unserer Öffnungzeiten um den 03. Oktober 2018

Brckentag Fotolia 195124749 XS social media

 Montag 1.10.2018 geschlossen

Dienstag  2.10.2018 geschlossen (auch keine Auslieferung!)

Mittwoch, 3.10.2018  Feiertag

 Ab Donnerstag, den 4. Oktober sind wir wieder zu den gewohnten Öffnungszeiten für Sie und Ihre Vierbeiner da.

Herzlichst,  Ihr Taunus-Schnauzen-Team

GIVE YOUR DOG A BONE !!!

Was heißt eigentlich BARF?

Wenn Sie bei Google "Definition für BARF" eingeben, findet die Suchmaschine in weniger als einer halben Sekunde mehr als 600.000 Einträge. Hinter dieser zwischenzeitlich sehr geläufigen Abkürzung findet man die unterschiedlichsten Bezeichnungen: "Bones and Raw Food", "Biologically Appropriate Raw Feed", "Biologically Available Raw Food" , "Biologisch Artgerechter Rohes Futter". Allen gemeinsam ist die Grundidee einer artgerechten Rohfütterung.

Diese stammt von Dr. Ian Billinghurst, einem australischen Tierarzt, der in den 70er Jahren den Zusammenhang zwischen industriell hergestelltem Hundefutter und Zivilisationskrankheiten der Haushunde erforschte. Die industrielle Futterherstellung war zu diesem Zeitpunkt gerade erst erfunden und den Tierhaltern wurde nun erklärt, dass nur die Industrie in der Lage sei, mit Nährstoffen, Mineralien und Vitaminen ausgewogenes und gesundes Hundefutter herzustellen. Billinghurst stellte in einer zweijährigen Studie jedoch fest, dass Hunde, die wie früher mit rohen Fleischknochen und Küchenresten ernährt wurden, wesentlich gesünder waren, als die Vergleichsgruppe, die mit Fertigfutter gefüttert wurden. Im Jahr 1993 veröffentlichte er seine Erkenntnisse in einem Buch "Give your dog a bone" - sehr zum Leidwesen der Futtermittelindustrie.

Eine Gleichgesinnte fand sich in der kanadischen Züchterin Debbie Tripp, die die Ernährung ihrer Hunde auf Rohfütterung umstellte, nachdem eines ihrer Tiere an einer Zivilisationskrankheit gestorben war. Sie lud Billinghurst zu Vorträgen nach Amerika ein und die "neue" Fütterungsmothode fand schnell zahlreiche Anhänger. Sie gab dem "Kind" schließlich einen Namen: BARF.

 

Wie funktioniert "Artgerechte Rohfütterung" in der Praxis? 

Fotolia 5172661 S Wolf gespiegelt

Vorweg: BARF gibt uns keine Kochrezepte, sondern beschreibt Prinzipien, nach denen der Speiseplan für den Hund zusammengestellt wird. Dabei geht es nicht um höhere Mathematik oder um die hochkomplizierte Umsetzung von Formeln, sondern darum eine ausgewogene Fütterung sicherzustellen. ABER: man muss sich mit den Grundregeln der Ernährung auseinandersetzen, denn ohne Grundkenntnisse der Ernährungslehre geht es letztlich doch nicht. Bequem wie ein Dosenöffner ist der Schlüssel zum barfen dann doch nicht.

Mit der Rohfütterung versuchen wir die natürlichen Fressgewohnheiten und Ernährungsbestandteile wildlebender Omnivoren (und damit der mit unseren Hunden verwandten Wölfe und Wildhunde) nachzuahmen. Auch wenn durch die Domestizierung die Ernährung unserer heutigen Haushunde nicht 1:1 mit der eines freilebenden Wolfes gleichzusetzen ist, so bleiben doch viele Gemeinsamkeiten mit dem Wolf bis heute bestehen: im Speziellen das Gebiss, der Magen-/Darmtrakt und die Verdauung. Der Wolf ist auch kein reiner Fleischfresser, sondern ein Beutetierfressser, das heißt die Beute wird komplett, also mit Knochen, Fell und Magen- und Darminhalt gefressen. Gerade der Magen- und Darminhalt liefert dabei wertvolle vorverdaute Nahrung mit den darin enthaltenen Nährstoffen. Das Beutetier als Ganzes liefert daher die lebensnotwendigen Nährstoffe:

  • Fleisch - Proteine (Eiweiß) & Fett
  • Knochen - Kalzium und Mineralien
  • Magen- und Darminhalt - Vitamine und Ballaststoffe
  • Innereien - fettlösliche Vitamine
  • Blut - Natrium & Spurenelemente
  • Körperfett des Beutetieres - Eiweiß & Fettsäuren

Daraus ergibt sich, daß eine Fütterung, die an das natürliche Fressverhalten wild lebender Omnivoren angelehnt ist, die optimale Lösung ist, unsere Hunde zu füttern. Natürlich ist es uns in der Praxis in der Regel nicht möglich, komplette Beutetiere zu verfüttern. Der Aufschrei der Nachbarn dürfte Ihnen gewiss sein, wenn Ihr Hund im Garten eine komplette Ziege oder ein Kaninchen verspeist. Eine reine Fleischfütterung führt jedoch zwangläufig zur Fehlernährung. Daher ist es unerlässlich, auch Gemüse und Obst zu füttern, um Mangelerscheinungen entgegenzuwirken und den Hund mit allen Nährstoffen in ausreichender Menge zu versorgen.  

 

Vorteile der artgerechten Rohernährung

BARF ist ein heiß diskutiertes Thema und die Standpunkte reichen von "lebensgefährlich für den Hund" bis hin zu "Allheilmittel gegen Zivilisationskrankheiten" (auch beim Hund). Neutrale, wissenschaftlich Kontrollstudien werden Sie nicht finden - aber es gibt zahlreiche gut beobachtet und recherchierte Erfahrungswerte. Für uns stellt sich eben die Frage, warum so viele Hunde heute so oft an gesundheiltichen Problemen wie Arthrose, Allergien, ..... leiden, wo sie doch mit so gesundem und ausgewogenem Fertigfutter ernährt werden? Diese Frage sei erlaubt.

Wer sich dafür entscheidet sein Tier zu barfen, wird viele Vorteile feststellen können:

  • Stärkung des gesammten Immunsystems
  • Weitaus geringerer Befall von Zecken und Darmparasiten
  • Kein übler Mundgeruch
  • Starke Bänder, Sehnen und Gelenke sowie eine verbesserte Muskulatur
  • Schönes, glänzendes Fell
  • Feste, kräftige Krallen, die weniger brechen oder splittern
  • Die Vitalität das Hundes nimmt zu
  • Keine Konservierungstoffe, Farbstoffe oder sonstigen unerwünschten Zusatzstoffe im Futter
  • Man weiß genau, was in den Napf kommt

Es gibt viele Quellen, die hervorragende Informationen liefern, wie eine ausgewogene, artgerechte (Roh-)ernährung aussehen kann. Unser Team bei den Taunus-Schnauzen ist darauf geschult, Sie fundiert und professionell zu beraten und einen ausgewogenen Futterplan für Ihr Tier zu erstellen. 

 

"Nachteile", wenn Sie sich entscheiden zu barfen

Unbestreitbar ist, dass Sie mehr Zeit für die Zubereitung des Futters aufwenden müssen, als wenn Sie sich für ein Fertigfutter entscheiden. Den größten Zeitaufwand investieren Sie anfangs, solange Sie sich noch mit dieser Fütterungsmethode vertraut machen und bis Sie ein Gefühl für ein optimales Zeitmanagement entwickelt haben. Nur Mut - Sie werden sehen, wie schnell das geht.

Lassen Sie sich auch nicht durch das Argument verunsichern, dass es unmöglich sei, dass jede Mahlzeit ausgewogen ist. Das muss sie nicht sein! Entscheidend ist, dass die Ausgewogenheit der Ernährung über Wochen bzw. Monate erreicht wird. Und das ist kein Hexenwerk.

Sie werden auch feststellen, dass BARF letztlich nicht teuerer ist, als wenn Sie ein qualitativ durchschnittliches Fertigfutter füttern.

BARF gibt keine Garantie, dass Ihr Hund im Laufe seines Lebens nicht erkranken kann. Nein, diese Garantie bekommen Sie nicht! Aber die Chance, dass er länger vital und gesund bleibt ist wesentlich größer als bei Fertigfutter, sofern die Futterrationen mit Bedacht und fachgerecht zusammengestellt sind. 

 

Weiterführende Literatur:

"Give your dog a bone" - Dr. Ian Billinghurst

"BARF - Biologisch Artgerechtes Rohes Futter für Hunde" - Swanie Simon

"BARF - Biologisch Artgerechtes Rohes Futter für Welpen und trächtige Hündinnen" - Swanie Simon 

"BARF Senior- Biologisch Artgerechtes Rohes Futter im Alter und bei Erkrankungen" - Swanie Simon

"Das Kräuterhandbuch für Hund und Katze" - Juliette de Bairacli Levy

"Natural Dog food - Rohfütterung für Hunde" - Susanne Reinerth

"B.A.R.F. - Artgerechte Rohernährung für Hunde. Ein praktischer Ratgeber" - S.L.Schäfer und B.R.Mesika

"B.A.R.F. Junior- Artgerechte Rohernährung für Welpen und Junghunde. Ein praktischer Ratgeber für Züchter und Welpenbesitzer" - S.L.Schäfer und B.R.Mesika